SIND SIE NOCH GANZ DICHT? Nicht zu unterschätzen: Schutzkleidung gegen klimatische Einflüsse!

Schutzkleidung im Rettungsdienst muss eine Menge leisten. Vernachlässigt wird oft die Wichtigkeit der Einhaltung der EN 343 - Schutzkleidung gegen klimatische Einflüsse. Dabei sagt – neben hoher Atmungasktivität- vor allem die dauerhafte Wasserdichtigkeit einer PSA viel über Qualität der Bekleidung aus. Gerade unter der Berücksichtigung der regelmäßigen desinfizierenden Wäsche ist es umso wichtiger, dass sowohl die eingesetzte Nässeschutzmembrane als auch Nahtverschweißung dauerhaft wasserdicht sind. Schutzkleidung können Sie leicht inspizieren, indem Sie den Reparatureingriff öffnen und im Innenleben der Schutzjacke prüfen, ob alle Schweißbänder (noch) fest verklebt sind, oder weitere Beobachtung nötig ist, sollten sich die Nahtversiegelungsbänder schon ganz oder teilweise gelöst haben. Eine Ablösung beginnt zumeist von den Kanten her („tape lifting“) oder an Kreuzungspunkten. Gibt es keinen Reparatureingriff, spannen Sie die Jacke über eine Plastikwanne, fixieren die Jacke am Rand und kippen 10 Liter Wasser auf die Jacke. Ist nach 24 Stunden kein Wasser auf dem Boden der Wanne, ist die Jacke zumindest noch flächig dicht. Ist Wasser durchgedrungen, erfüllt diese, sehr wahrscheinlich, nicht mehr die Vorgaben der EN 343 Klasse 3. Wichtig zu wissen: Ist die Jacke nicht mehr wasserdicht, können auch andere Flüssigkeiten durch die Jacke hindurchdringen. Dementsprechend erfüllen dahingehend betroffene Jacken nicht mehr die Vorgaben der DGUV-Regel 105-003 im Hinblick auf die EN 343 und müssen ausgetauscht werden. Schutzjacken von Geilenkothen mit GORE-TEX® Membrankonstruktionen sind dauerhaft dicht und beim STFI getestet auf 50 desinfizierende Waschverfahren nach RKI. Unser Tipp: Prüfen und bewerten Sie, VOR dem Kauf von Schutzkleidung für den Rettungsdienst, immer auch die korrekte Verschweißung von Schutzjacken anhand von Trage- und Waschtests.